Prognosen übertroffen: Zoo Leipzig knackt Zwei-Millionen-Marke
Der Zoo Leipzig hat im Jahr 2011 erstmals die Rekordmarke von zwei Millionen Besuchern geknackt. „Das ist ein großer Erfolg“, zieht Direktor Jörg Junhold Bilanz. Die im Sommer neu eröffnete
Tropenhalle Gondwanaland
habe sich zu dem erhofften Besuchermagneten entwickelt, die Prognosen seien übertroffen worden.
Im Jahr 2010 hatte der Zoo Leipzig 1,56 Millionen Gäste gezählt. Er gehört inzwischen zu den besucherstärksten Tierparks in Deutschland. Der Berliner Zoo hat laut Junhold jährlich etwa 2,5 Millionen Gäste, die Stuttgarter Wilhelma zieht regelmäßig zwei Millionen Besucher an.
Mit Gondwanaland sind rund 40 neue Tierarten in den Zoo Leipzig eingezogen. Der einzige
Komodowaran
Deutschlands gehört dabei ebenso zu den Raritäten wie die
Tüpfelbeutelmarder
und der
Sunda-Gavial
. Erste Zuchterfolge gelangen bei den Tüpfelbeutelmardern sowie den
Braunen Landschildkröten
. Auch außerhalb der Tropenhalle sind bei bedrohten Tierarten Jungtiere geboren worden. So kamen bereits im Januar
vier Mähnenwölfe
und am 10. Dezember ein
Spitzmaulnashorn
zur Welt.
Abschied nehmen hieß es auf der Savanne: Die Weißbartgnus hatten auf der Anlage für zuviel Unruhe bei den anderen Huftieren gesorgt und mussten Leipzig verlassen. Elefantendame Salvana ist trächtig in ihren Heimatzoo Hamburg zurückgekehrt. Im September musste
Opossum Heidi
auf Grund von Altersschwäche eingeschläfert werden.
Großen Zuspruch fanden nach offiziellen Angaben die Zoo-Events wie
Osterspektakel
(14.914 Besucher),
KIDZ
(9.624 Besucher) oder
Halloween
(9.624 Besucher). Einen Anstieg verzeichneten darüber hinaus die Tages- und Abendveranstaltungen: 561 Mal haben externe Privat- sowie Firmenkunden ihre Events in den Räumen des Zoo Leipzig durchgeführt. Mit der
Kongreßhalle Leipzig
wird sich das Angebot im kommenden Jahr darüber hinaus erneut erweitern.
Auch 2012 werde es im Zoo Leipzig Veränderungen geben, kündigt Junhold an. Die markante, mehr als 80 Jahre alte Bärenburg wird für die Tierhaltung aufgegeben. Sie war schon in den vergangenen Jahren nach und nach „leergezogen“ worden. Die letzten drei Brillenbären sollen die Anlage im ersten Quartal 2012 verlassen.
„Die Bärenburg wird als Denkmal erhalten bleiben“, erklärt Junhold. Sie entspreche aber nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Tierhaltung. „Heute hält man Bären sicherlich anders.“ Auch die Pinguine müssen ihre ähnlich alte, baufällige Anlage verlassen. Das Areal rund um die historischen Gehege soll in den nächsten Jahren gründlich umgestaltet werden, an den Plänen wird derzeit gearbeitet.
dpa/PM
