Gondwanaland: Am Ende ist alles Landschaft
Die Bauarbeiten für die 60 Millionen Euro teure Tropenwelt Gondwanaland im Zoo Leipzig gehen in die heiße Phase. Der Rohbau ist fertig, nun ist das Dach an der Reihe. Dafür wurde jetzt ein 35 Meter hoher Spezialkran in Betrieb genommen. Er wird die bis zu 60 Tonnen schweren Stahlsegmente für das Dach in die Höhe wuchten. 2011 wird der Themenpark fertig sein. Jörg Junhold zeigt auf einen Haufen Matsch. "Dort drüben", sagt der Zoodirektor, "werden Besucher auf einem Boot durch Urwaldlandschaften fahren und Tapire sehen können." Neben Junhold stapeln sich Rohre vor einem Dixie-Klo, im Hintergrund läuft eine nackte Betonwand am Rand der Baugrube entlang. "Wenn wir hier fertig sind, ist kein Beton mehr zu sehen, dann ist alles Landschaft", sagt Junhold.
Rund 50 Menschen arbeiten Tag für Tag an der Tropenhalle, die einmal so groß wie eineinhalb Fußballfelder sein soll. Auf fünf Ebenen mit insgesamt 34,5 Höhemetern werden Besucher im Gondwanaland Tiere und Pflanzen aus Afrika, Asien und Südamerika sehen können. Von jenen Kontinenten, aus denen einst die urzeitliche Landmasse Gondwana bestand, die Namensgeberin der Tropenhalle. An sie soll auch die Tierwelt in dem neuen Themenpark erinnern. Durch das Gondwanaland werden Komodowarane kriechen, Zwergflusspferde stapfen und Riesenotter schwimmen. Bis es soweit ist, haben die Bauarbeiter noch viel zu tun. Aufwendig ist vor allem der Bau des Daches. Das wird aus durchsichtigen und wärmedämmenden Folienkissen bestehen, die auf einem Netz aus Stahlrohren liegen. Auf der Baustelle werden die einzelnen Rohre zu Knoten zusammen geschweißt, die der Kran in die Höhe zieht und auf Montagetürmen ablegt. Stück für Stück entsteht so das Kuppeldach, das in einem Jahr fertig sein soll.
Ein halbes Jahr später soll das Gondwanaland dann seine Pforten öffnen. Wann genau das sein wird, will Junhold nicht sagen: "Anfang 2011 ist angepeilt, einen genauen Termin kann ich aber nicht nennen."
jap, LVZ-Online
